Winnet2 zieht einen Vergleich mit anderen SUVs:

Wenn man den Sorento mit Mercedes ML, BMW X5 und Lexus RX 300 vergleicht, kann man schnell skeptisches Stirnrunzeln ernten.
Von der Größe und vom Grundkonzept mag der Vergleich ja noch angehen, aber im Detail unterscheiden sich die Fahrzeuge bei näherer Betrachtung doch merklich.
Während X5 und RX 300 reine Allwetter-Strassenfahrzeuge mit Schlechtwege-Tauglichkeit sind, kann man von ML und Sorento von Geländewagen sprechen.

Die herausragenden Merkmale des Sorento sind vor allem Preiswürdigkeit (mehr solides SUV fürs Geld gibt es wohl nirgendwo), vermutlich ausgereifte Qualität von Anfang an und Beschränkung auf das Wesentliche.
Gegenüber den o. g. Konkurrenten fehlen ihm sicher etwas Feinschliff im Bereich Antrieb und Fahrwerk (Starrachse), Antrieb, und Sicherheit (was für den Hauptmarkt USA sicher keine große Rolle spielt), sowie die hochwertigere Qualitätsanmutung.

Wenn man einmal ein paar hundert Kilometer mit einem X5 gefahren ist und dann auf einen Kia oder Hyundai (auch der neuesten Generation) umsteigt, bemerkt man sofort, dass der Preisunterschied in vielerlei Hinsicht gerechtfertigt ist. Geräusche und Vibrationen sind z. B. bei dem „deutschen Ami“ aufwändiger weggedämmt und man merkt, dass die Federung und Dämpfung des BMW feinnerviger anspricht. Die Gestaltung des Innenraums besticht durch edlere Materialien und exklusivere Details. Bei Mercedes und Lexus dürfte es sich ähnlich verhalten. Der Unterschied ist aber eigentlich reiner Luxus, an den man sich rasch gewöhnt und den man nicht unbedingt braucht.

Der Sorento bietet die Möglichkeit, einen imposanten, schicken Geländewagen zu fahren, ohne ein gigantisches Investitionsvolumen aufzubieten und trotzdem auf nichts wirklich Wichtiges verzichten zu müssen. Natürlich wird sich der Wiederverkaufswert klar geringer beziffern, als bei einem der Nobelgefährte, da einfach der Prestige-Bonus fehlt, ohne den einige Zeitgenossen halt nicht leben können. Für mich ist aber die Individualität und das Gefühl, einen grundsoliden „Underdog“ zu bewegen, auch ein massgebliches Motiv gewesen, mich für einen modernen koreanischen Allradler zu entscheiden. Wenn Werkstätten und Service ordentlich funktionieren, dürfte der Karriere dieser fernöstlichen Alternativen kaum etwas im Wege stehen.